So vermeidest Du große Verluste an der Börse

So vermeidest Du große Verluste an der Börse

Der schützende und sinnvolle Einsatz einer Risikobegrenzung

Ich kenne viele Trader und Investoren die große Angst davor haben ihr Geld, für das sie hart gearbeitet haben, wieder zu verlieren. Doch was schützt uns am Ende des Tages vor diesem Verlust? Wie können wir uns Risiko sinnvoll begrenzen?

Die Antwort ist der Stop-Loss. Und wie man einen Stop-Loss nutzt und wie sinnvoll es ist, diesen einzusetzen, darum wird es jetzt gehen.

Trader MÜSSEN ihr Risiko über einen Stop-Loss begrenzen

Bevor ich beginne es zu erklären, dass wichtigste Statement für Trader oder solche die es werden wollen vorweg:

Jeder einzelne Trade sollte zwingend einen Stop-Loss, also eine Limitierung des Verlustes aufweisen können. Wenn Du mich fragst, dann solltest Du mit jeder Trade-Eröffnung auch direkt die Stop-Order mit platzieren. Es schützt Dein Kapital vor bösen Überraschungen. Und jetzt zum Thema:

Was ist ein Stop Loss und wieso brauche ich ihn überhaupt?

Nehmen wir an, Du kaufst 100 Aktien für je 100 Euro und setzt darauf, dass der Kurs dieser Aktie zukünftig steigt. Doch was machst Du, wenn es nicht direkt steigt? Schlimmer noch, es fällt. Es fällt zuerst auf 90 Euro was einem Verlust von 10 % entspricht. Kurz danach fällt es weiter, vielleicht weil ein neuartiges Virus die Welt erschüttert oder Europa droht in einen Krieg zu fallen.

Die Aktie rutscht weiter ab auf 60 Euro je Stück. Und hey, es geht noch schlimmer. Insolvenz: Das Unternehmen von dem Du Aktien besitzt leidet so stark unter der durch Virus und Krieg entstandenen Rezession, dass es bankrott ist. Deine Aktien fallen wie ein Stein und notieren nun noch bei 17 Euro. Nun stehst Du da mit 100 Aktien, die noch einen Wert von 1.700 Euro aufweisen. Am Anfang, als Du Deine Trade-Idee eingegangen bist, lag dieser Wert noch bei 10.000 Euro (100 Stück multipliziert mit 100 Euro). Der Trade weist also einen Buchverlust von 83 % auf, das tut weh!

Als Trader darf Dir so etwas NIEMALS passieren!

Zu solch einer Situation darfst Du es nicht kommen lassen, denn es kann ein großes Loch in Dein Depot reißen, bis hin zum Totalverlust.

Deshalb macht es für den Trader absolut Sinn einen Stop-Loss einzusetzen. Denn:

Spulen wir zurück zum Anfang unseres Beispiels zurück: Du hast 100 Aktien zu 100 Euro gekauft. Gegenwert 10.000 Euro. Die Idee des Trades könnte beispielsweise ein Einstieg mittels Markttechnik über dem neusten Hochpunkt gewesen sein. Das Umfeld der Aktie sieht gut aus, der Trend ist astrein. Du könntest Dir vorstellen, dass Du in wenigen Wochen mit diesem Trade 20 % oder mehr einnehmen kannst. Wissen tust Du es natürlich erst hinterher, aber Du bist guter Dinge.

Für den Fall, dass diese an und für sich spitzenmäßige Trade-Idee nicht aufgeht, möchtest Du Dein Risiko begrenzen. Denn Du weißt, am Ende hat die Börse immer Recht. Deshalb legst Du direkt mit eröffnen des Trades eine Stop-Loss-Order an die Börse. Dieser liegt an einer markttechnischen Kursmarke bei 93 Euro. Wenn die Notierungen also entgegen Deiner Annahme fallen, dann sorgt die Stop-Loss-Order dafür, dass der Trade automatisch bei 93 Euro ausgeführt wird und Dein Trade geschlossen wird.

Herzlichen Glückwunsch, Du hast Dein Risiko begrenzt, nämlich genau auf 7 % oder 700 Euro.

Schmerzt das? Bestimmt. Aber besser so, als Gefahr zu laufen, dass der Trade außer Kontrolle läuft, so wie anfangs beschrieben. Oder findest Du nicht? Für mich sorgt ein Stop-Loss immer auch dafür, dass ich mit meinem Trading ruhig schlafen kann.

Extra-Tipp: Die 700 Euro aus dem Beispiel, das ist schon eine große Summe. Als Trader solltest Du wissen, welchen Verlust Du mental verkraften kannst. Kannst Du beispielsweise 5 Trades hintereinander mit 700 Euro Minus verkraften? Oder sogar 10 Trades hintereinander? Nein, dann solltest Du zwingend Deine Positionsgröße so definieren, dass Du das aushalten kannst. Ansonsten wird es mit dem stetigen Trading-Erfolg äußerst schwierig werden.

So kannst Du als Investor Dein Risiko minimieren

Wenn Du Trader bist oder werden möchtest, dann weißt Du jetzt wie Du den Stop-Loss sinnvoll einsetzen kannst und warum Du das unbedingt auch tun solltest. Aber was machst Du, wenn Du Investor bist? Was wenn Du Gelder längerfristig in ein Unternehmen investieren möchtest. Solltest Du dann auch einen Kurs-Stopp, wie beim Trading einsetzen?

Ich werde Dir gleich kurz skizzieren, wie ich es mit meinen Investments mache. Vorher aber mein Appell an Dich, einmal in Dich reinzuhören. Denkst Du, Du würdest Dich besser fühlen, wenn Du auch für ein längerfristiges Investment einen Sicherheits-Stop-Loss hättest. Also so ein Worst-case-Stop?

Dann überleg Dir, mit welcher Systematik Du in Deinem Investment so etwas bewerkstelligen kannst. Beachte dabei, dass bei Investments der Stop nicht zu eng sitzen sollte, denn Du wirst mit der Zeit aus einigen Aktienpositionen immer wieder „rausgekegelt“ werden. Auch solltest Du dann überlegen, ob Du dann ähnlich wie im Trading Deine Positionsgröße über das klar definierte Risiko kalkulierst.

Du siehst schon, wenn Du planst, für Deine Investment-Strategien eine Stop-Loss-Mechanik einzusetzen, dann ist es direkt komplizierter.

Ich persönlich nutze für meine Investment-Strategien keinen Kurs-Stop. Ich setze häufig einen Zeit-Stop. Das bedeutet, ich weiß im Vorfeld des Investments grob, wie lange ich es halten möchte. Klar, der Markt kann dann gegen mich laufen, aber ich bin „nur“ zeitlich gebunden. Dazu sei allerdings auch gesagt, dass ich diese Art des Zeit-Stops beinahe ausschließlich bei Index-Investments oder Rohstoff-Investments wähle und nicht auf Einzelaktien.

Damit, wenn der Markt einmal gegen mich läuft, ich mit dem Zeit-Stop nicht das große Zittern kriege, gilt es übrigens, die Positionsgröße geschickt zu wählen. Es sollte immer so sein, dass wenn eine Trading- oder Investment-Idee schief geht, es keinen Weltuntergang für mich bedeutet.

Deshalb muss ich bei meinem Investments mit Zeit-Stop zwingend meine Wohlfühl-Positionsgröße  kennen und einsetzen.

Viel Erfolg mit Deinen Investments oder Deinem Trading,

Dein Mario Lüddemann

 

PS: Hat Dir mein Beitrag zum Thema Risikobegrenzung und Stop-Loss gefallen? Dann schau Dir doch dazu auch mein neustes Video auf YouTube an: https://www.youtube.com/watch?v=Dg6yc6mdSKQ

Entdecke weitere Beiträge

Hebelprodukte – Fluch oder Segen?

Mit Hebelprodukten Dein Konto groß traden oder schnell alles verlieren? Immer wieder werde ich gefragt, was ich von Hebelprodukten halte, ob ich sie selber nutze

Investment-Strategien im Vergleich

Die passende Investment-Strategie für Deinen Vermögensaufbau finden Immer wieder werde ich von meinen Kunden gefragt, welche Investment-Strategien es überhaupt gibt und wo der Unterschied zwischen

Coaching, Mentoring für Börsenhandel und synthetische Anlagestrategien

Coaching, Mentoring für Börsenhandel und synthetische Anlagestrategien

Tragen Sie sich in unseren Newsletter ein!

Der Schutz Ihrer personenbezogenen Daten ist mir sehr wichtig. Deshalb verarbeiten wir nur die Informationen, die wir wirklich von Ihnen benötigen, um Ihnen das Webinar zusenden zu können. In unserer Datenschutzerklärung erfahren Sie, wie genau Ihre Daten verarbeitet werden.

2020 © Copyright Lüddemann Investments GmbH | Designed im BRAND / ATELIER

Sichere Dir jetzt Deinen Webinar Platz!

Der Schutz deiner personenbezogenen Daten ist uns sehr wichtig. Deshalb verarbeiten wir nur die Informationen, die wir wirklich von dir benötigen, um dir die nötigen Infos für das Online-Seminar zusenden zu können. In unserer Datenschutzerklärung erfährst du wie genau deine Daten verarbeitet werden.

Der Newsletter für erfolgreiches Trading und Kapitalanlage an der Börse

Mit Eintrag in unsere Newsletter-Liste versorgen wir Sie mit Video-Analysen zu DAX, S&P, Nasdaq & Co, wertvollem Know-how und halten Sie über alle wichtigen Neuerungen auf unserer Internetseite auf dem Laufenden.

Der Schutz Ihrer personenbezogenen Daten ist mir sehr wichtig. Deshalb verarbeiten wir nur die Informationen, die wir wirklich von Ihnen benötige, um Ihnen den Newsletter zusenden zu können. In unserer Datenschutzerklärung erfahren Sie wie genau Ihre Daten verarbeitet werden.

Tragen Sie sich jetzt ein, um zum Webinar zu gelangen

Der Schutz Ihrer personenbezogenen Daten ist mir sehr wichtig. Deshalb verarbeiten wir nur die Informationen, die wir wirklich von Ihnen benötige, um Ihnen das Webinar zusenden zu können. In unserer Datenschutzerklärung erfahren Sie wie genau Ihre Daten verarbeitet werden.