Wie entstehen gute Chancen-Risiko-Verhältnisse?

Wie entstehen gute Chancen-Risiko-Verhältnisse?

Darauf kommt es wirklich an

Den heutigen Newsletter möchte ich gerne dazu nutzen, Dir, wie ich es hin und wieder gerne mache, einen Einblick in meine Trading-Welt zu verschaffen. Aus vielen Gesprächen, die ich in den letzten Jahren mit angehenden Trader/innen führte, ist mir eines immer wieder aufgefallen, wenn es darum ging, welche Voraussetzungen für profitablen Handel erfüllt sein müssen. Die weit verbreitete Meinung besteht darin zu glauben, dass die Trefferquote möglichst hoch ausfallen muss, damit man am Ende des Monats ein positives Ergebnis nachweisen kann. Die Antwort darauf, ob die Trefferquote das Maß aller Dinge für erfolgreiches Trading ist, erhältst Du in meinem heutigen Blogbeitrag.

Trefferquote oder Chancen-Risiko-Verhältnis – Worauf kommt es an?

Da sich künftige Kursentwicklungen im Voraus nie zu 100 % bestimmen lassen, können wir unsere Trefferquote nur bedingt kontrollieren. Sinnvoll ist es in jedem Fall sich auf die Seite des Trends zu stellen, da die Wahrscheinlichkeit dafür, dass der Trade im positiven abgeschlossen wird, einfach höher ist, als dass die Position im Verlust abgeschlossen wird. Die Gesetzmäßigkeit, die an den Märkten vorherrscht, besteht darin, dass Trends legen anhalten, als dass sie sich umkehren. Dennoch lässt sich die Trefferquote nicht wirklich stark kontrollieren, da Preise unzähligen Einflüssen unterliegen, die in Kombination von niemanden komplett einschätzbar sind.

Anders sieht es bei dem Chancen-Risiko-Verhältnis aus. Diese Kennzahl beschreibt das Verhältnis zwischen dem erwarteten Kursanstieg einer Anlage und dem möglichen Kursverlust bis zum Erreichen des Stop-Loss-Kurses. Kontrolliert und beeinflusst wird der Wert einzig und allein über den gewählten Ausstieg. Je besser das Chancen-Risiko-Verhältnis ausfällt, umso weniger bedeutsam ist die Trefferquote. So sagt eine Trefferquote von beispielsweise 60 % nichts über die Funktionalität einer Trading-Strategie aus, solange deren durchschnittliches Chancen-Risiko-Verhältnis unbekannt ist. Liegt dieses z.B. nur bei 0,5, so ist die Methode trotz der hohen Trefferquote nicht zielführend, da für jeden gewonnenen Euro zwei Euro riskiert werden mussten. Der Erwartungswert wäre mit 0,2 im negativen. Durchschnittlich würden also für 2 € Risiko pro Trade 0,20 € an Verlust zu Buche schlagen.

Wie entstehen gute Chancen-Risiko-Verhältnisse (CRV)?

Um ein gutes Chancen-Risiko-Verhältnis erzielen zu können, gibt es für mich zwei entscheidende Kriterien, die erfüllt sein müssen:

  1. Kriterium: Trendfolge
 

Da, wie eingangs erwähnt, die Eigenart eines Trends darin besteht, länger intakt zu bleiben als sich umzukehren, ist es zur Erzielung eines positiven Chancen-Risiko-Verhältnis notwendig, sich auf dessen Seite zu stellen. Wird der Trend fortgesetzt, haben wir über den markttechnischen Handelsansatz die Möglichkeit unseren Gewinn laufen zu lassen und so auszubauen. Hingegen begrenzen wir den Verlust zügig, sollte es zu einer Unterbrechung des entsprechenden Trends kommen. Diese Vorgehensweise führt dazu, dass das Gewinnpotential, solange der Trend anhält, unbegrenzt ist, während potentielle Verluste über trendorientierte Stopps begrenzt werden.

  1. Kriterium: Abstand zwischen Einstieg und Anfangsstopp begrenzen
 

Wie wir bereits wissen, wird der Wert des Chancen-Risiko-Verhältnisses dadurch bestimmt, wie die durchschnittlichen Gewinne zu den durchschnittlichen Verlusten im Verhältnis stehen. Wer mich kennt weiß, dass ich mich bei meinen Einstiegssignalen oft sehr wählerisch verhalte. So handele ich nicht jedes Signal, selbst wenn es meinem Handelsplan entspricht. Der Grund dafür liegt darin, dass ich mich bei einer größeren Auswahl an handelsrelevanten Aktien gerne auf die Einzelwerte beschränke, die einen geringeren prozentualen Abstand zwischen Einstiegskurs und Anfangsstopp aufweisen.  Riskiere ich beispielsweise für eine Long-Position 3 % pro Aktie, muss die Aktie nur 6 % steigen, damit ich ein Chancen-Risiko-Verhältnis von 2 erziele. Anders sieht es aus, wenn der Anfangsstopp bei 5 % pro Aktie liegt, den hier müsste die Aktie nicht 6 % steigen, sondern 10%. Dass die Wahrscheinlichkeit, dass eine Aktie 6 % steigt höher ist als dass sie 10 % steigt, ist denk ich jedem bewusst. Hinzu kommt, dass die Aktie A mit nur 3 % Anfangsrisiko bereits bei 10 % ein Chancen-Risiko-Verhältnis von über 3 aufweist, während die Aktie mit einem Anfangsrisiko von 5 % einen CRV-Wert von 2 hätte.  

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Viel Erfolg mit Deinen Investments oder Deinem Trading,

Dein Mario Lüddemann

 

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