Hebelprodukte – Fluch oder Segen?

Hebelprodukte – Fluch oder Segen?

Mit Hebelprodukten Dein Konto groß traden oder schnell alles verlieren?

Immer wieder werde ich gefragt, was ich von Hebelprodukten halte, ob ich sie selber nutze und ob ich empfehlen würde, mit diesen zu traden.

Bei Hebelprodukten scheiden sich die Geister. Es gibt viele Trader, die mit Hebelprodukten enorme Gewinne erzielen konnten. Aber auch genauso viele, oder sogar mehr, die mit diesen alles oder doch sehr viel verloren haben.

Deshalb möchte ich Dir heute einmal meine persönliche Meinung zu Hebelprodukten erklären. Halte ich sie für sinnvoll? Und nutze ich diese sogar selbst? Welche Vorteile haben Hebel und wie hoch ist das Risiko, mit Hebelprodukten alles zu verlieren?

Die Merkmale von Hebelprodukten kurz erklärt

Aber erstmal möchte ich Dir erläutern, was Hebelprodukte überhaupt sind und wozu sie dienen. Hebelprodukte sind Wertpapiere wie CFDs, Zertifikate oder Futures, die Du wie Aktien an der Börse handelst. Allerdings erhöhst Du mit ihnen den Faktor der Kursveränderung. Hebelprodukte gibt es sowohl für Aktien und ETFs als auch für Rohstoffe. Du kannst mit diesen Produkten mehr Geld einsetzen, als Du tatsächlich besitzt. Handelst Du beispielsweise ein Hebelprodukt auf eine Aktie mit Faktor 10 mit einem Einsatz von 5.000 €, entspricht das einem Einsatz von 50.0000 € in der Aktie. Durch den Hebel potenzierst Du dann Deinen Gewinn oder eben auch Deinen Verlust ebenfalls um den Multiplikator von 10. Hebel können sowohl auf steigende Kurse als auch auf fallende Kurse gesetzt werden.

Zu den am weitesten verbreiteten Hebelprodukten gehören in Deutschland Optionsscheine, Knock-out-Zertifikate, Faktor-Zertifikate und CFDs. Jedes dieser Produkte funktioniert etwas anders. Du solltest Dich also vor dem Einsatz der verschiedenen Hebelprodukte genau über die Vor- und Nachteile der einzelnen informieren. Je nach Anlagehorizont, Risikobereitschaft und Erfahrung bietet sich ein anderes Produkt zum Hebeln für Dich an.

Ein weiteres Beispiel: Du kaufst einen Optionsschein, der sich auf den S&P 500 bezieht. Dieser Optionsschein hat einen Hebel von 20 und Du setzt auf fallende Kurse. Wenn die Kurse jetzt wirklich fallen, erhöhen sich Deine Gewinne um den Faktor 20. Steigt der Kurs, erhöhen sich Deine Verluste auch um diesen Faktor. Bei fallenden Kursen läge der „normale“, ungehebelte Gewinn bei 10 Euro. Je Aktie würde sich der Gewinn bei einem Optionsschein mit diesem Faktor 20 also auf 200 Euro erhöhen. Aber der Verlust bei steigenden Kursen läge in diesem Beispiel eben auch bei 200 Euro.

Die hohen möglichen Gewinne sind auch der Grund, warum diese Hebelprodukte für viele Trader so attraktiv sind. Sie können mit wenig Einsatz sehr schnell sehr viel Geld gewinnen. Besonders für jemanden der am Anfang steht und noch kein großes Vermögen hat, klingen diese Produkte interessant, da mit wenig eingesetztem Kapital viel Ertrag erwirtschaftet werden kann.

Aber diese Medaille hat zwei Seiten. Natürlich kannst Du schnell viel Geld verdienen, aber Du kannst es genauso schnell wieder verlieren. Denn auch die Verluste multiplizieren sich natürlich um Deinen gewählten Faktor.

Das Risiko von Hebelprodukten nicht unterschätzen

Lass mich Dir diese Gefahr kurz am Beispiel der Aktie Fresenius Medical erläutern. Gehen wir einmal davon aus, dass Du Ende Juli bei der Aktie auf long gesetzt hättest, da Du von einer Bodenbildung ausgegangen bist. Deinen Stop-Loss hast Du bei diesem Szenario unter das letzte Tief gesetzt. Jetzt war es allerdings so, dass die Aktie nach einer Nachricht mit einem Gap von 6 % aufgemacht hat, der Kurs der Aktie also stark gefallen ist. Wenn Du nun einen Hebel mit dem Faktor 20 genutzt hättest, läge Dein Verlust schon bei Eröffnung der Börse bei 120 %. In diesem Fall hätte Dich auch der Stopp-Loss nicht mehr gerettet, sondern Du hättest viel Geld verloren.

Du darfst also bei aller Euphorie über die Höhe möglicher Gewinne das Risiko von Hebelprodukten nicht unterschätzen.

Der Kurs der Aktie Fresenius Medical mit der Gap Ende Juli
Der Kurs der Aktie Fresenius Medical mit der Gap Ende Juli

Aber natürlich hättest Du auch einen ebenso hohen Gewinn erzielen können, wenn die Börse mit einem Gap nach oben in Höhe von 6 % eröffnet hätte. Aber mir persönlich ist auch ein so hoher Gewinn die Gefahr eines Verlustes von 100 Prozent und mehr meistens nicht wert.

Risiko und mögliche Rendite mit Hebelprodukten gut abwägen

Also, wenn mich jemand fragt, ob Hebelprodukte sinnvoll sind, kann ich nur mit „Jein“ antworten. Natürlich kann hiermit schnell viel Geld verdient werden. Aber es kann genauso gut wieder schnell verloren werden – bis hin zum Totalverlust. Ich persönlich versuche immer auf Hebelprodukte zu verzichten, da diese Produkte für mich einfach viel zu risikoreich sind und ich nur mit dem Geld traden möchte, das ich auch wirklich besitze. Aber die letztendliche Entscheidung kannst nur Du selbst treffen. Du musst für Dich entscheiden, ob Dir die enorme mögliche Rendite das immense Risiko wert ist.

Aber bestimmt hast auch Du schon davon gehört, dass 90 Prozent aller Trader an der Börse scheitern. Meiner Meinung nach liegt das in ganz vielen Fällen auch daran, dass solche Hebelprodukte genutzt werden. Natürlich liegt der fehlende Erfolg auch daran, dass im Vorfeld kein Handelsplan aufgestellt wurde, dass kein Trading-Journal zur Analyse genutzt wird und das System Börse nicht verstanden wird. Aber ein ganz großer Faktor sind eben auch Hebelprodukte, mit denen an der Börse spekuliert wird.

In einem meiner letzten Videos habe ich Dir auch noch etwas mehr über meine Meinung zu Hebelprodukten erzählt. Wenn Du möchtest, schau es Dir einfach auf meinem YouTube-Kanal an: (9) Dein Trading-TURBO, wenn … | Mario Lüddemann – YouTube

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